Was ist eigentlich Folsäure?

Fohlsäure - wichtig bei Kinderwunsch

Folsäure ist vor allem schwangeren Frauen und Müttern bekannt. Denn dieses Vitamin der B-Familie wird vom Gynäkologen bereits schon bei der Äußerung des Kinderwunsches verschrieben. Wozu braucht unser Körper also Folsäure?

Ein wachsstumstarkes Vitamin

Folsäure spielt vor allem beim Wachstum eine große Rolle, von daher liegt bei Kindern, Jugendlichen und schwangeren Frauen der Bedarf an Folsäure auch höher als bei anderen Personen.

Folsäure hilft bei der Blutbildung (welche durch Zellteilung stattfindet), hilft, die Nukleinsäuren (sprich: die DNS) aufzubauen und wird vom Körper bei der Zellteilung benötigt. Mit einem Folsäuremangel der Mutter können Ungeborene schwere Missbildungen aufweisen. Bei Kindern fördert Folsäure das Knochenwachstum.

Ansonsten ist das B-Vitamin für den Hornwuchs (Haar und Fingernägel) und für den Homocysteinhaushalt verantwortlich, welcher bei Erkrankungen von Herz und Kreislauf eine hohe Rolle spielt.

Insgesamt ist zu sagen, dass Folsäure in unserem Körper in einer Vielzahl von biochemischen Prozessen eine Rolle spielt, die genaue Wechselwirkung aber noch nicht in jedem Fall bekannt ist.

Bedarf an Folsäure

Der Bedarf an Folsäure ändert sich von Lebensetappe zu Lebensetappe. Während Kinder und Erwachsene ab 13 Jahren etwa 300 Mikrogramm Folsäure durch die normale Nahrung aufnehmen sollten, sollten schwangere Frauen 550 Mikrogramm aufnehmen, stillende Frauen 450 Mikrogramm.

Salat als Quelle für Fohlsäure
Blattgemüse ist eine gute Quelle für Fohlsäure

Diese erhöhte Folsäurenaufnahme kann durch gesunde Nahrung erreicht werden. Allerdings wird Schwangeren und stillenden Müttern empfohlen, Folsäure-Präparate einzunehmen, um sicherzugehen, dass der Folsäurebedarf hundertprozentig gedeckt ist.

Lebensmittel, die Folsäure enthalten

Folsäure ist vor allem in grünem Blattgemüse, Obst und in Vollkornprodukten enthalten.

Wer gerne Gemüse ist, liegt bei Kohl und Spargel genau richtig. Des Weiteren ist Folsäure in Sojabohnen und Erbsen vorhanden. Es gibt eine Vielzahl an gut schmeckenden Sojamilchpräparaten, mit welchen der Körper Folsäure zu sich nehmen kann.

Leber und Eigelb enthalten auch viel Folsäure – allerdings ist Leber wegen des hohen Vitamin-A-Gehaltes nicht für schwangere Frauen geeignet. Diese greifen lieber auf Gemüse und Vollkornprodukte zurück.

Ist eine Überdosierung möglich?

Eine Überdosierung an Folsäure ist der Forschung noch nicht bekannt – dazu muss dieses besondere B-Vitamin erst weiter erforscht werden. Worüber sich die Fachwelt einig ist, ist, dass ein hoher Folsäurehaushalt andere Mängel in der B-Vitamingruppe kaschieren kann, beispielsweise den Bedarf an Vitamin B12, welches auch für die Zellbildung und die Neuronenbildung wichtig ist.

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