Kaliummangel: Ursachen, Symptome & Behandlung

Bananen und der Kaliummangel

Kalium ist ein wichtiger Mineralstoff, der im menschlichen Körper viele Funktionen innehat. So steuert Kalium mitunter den Flüssigkeitshaushalt, die Weiterleitung von elektrischen Impulsen an Nerven- und Muskelzellen sowie den Magen-Darm-Trakt innerhalb unseres Körpers. Der Kaliumspiegel wird dementsprechend von unserem Organismus genau reguliert.

Das wichtige Mineral wird dabei direkt aus unserer Nahrung gewonnen und in den Blutkreislauf aufgenommen. Eventuell überflüssiges Kalium wird anschließend einfach wieder ausgeschieden. Trotz dieser Selbstregulierung des Körpers und des natürlichen Vorkommens von Kalium in unserer Nahrung, kann es zu Engpässen in der Versorgung bzw. zu einem Kaliummangel kommen, der sogar lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann.

Ursachen von Kaliummangel

Normalerweise wird durch eine ausgewogene Ernährung unser Bedarf an Kalium abgedeckt, da dieser Mineralstoff natürlich in unserer Nahrung vorkommt. Es kann allerdings durch verschiedene Beschwerden wie beispielsweise Magen-Darm-Krankheiten mit starkem Erbrechen oder Durchfall, bei Fisteln im Darm sowie bei der Einnahme von Abführmitteln und Wassertabletten (so genannte Diuretika) zu einem Kaliummangel im Körper kommen.

Auch durch überhöhten Salzkonsum sowie Alkoholmissbrauch, starkem Schwitzen und mangelnder Flüssigkeitszufuhr kann der Kaliumspiegel im Blut abfallen. Aus diesem Grund sind hauptsächlich Sportler, ältere Menschen und Bulimie-Kranke von Kaliummangel betroffen.

Symptome von Kaliummangel

Häufig wird ein Mangel des Mineralstoffes nicht direkt bemerkt, da sich die Symptomatik recht allgemein äußert. Einige der häufigsten Symptome sind: ständige Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit und Verstopfung. Von Kaliummangel betroffene Personen klagen manchmal auch über Muskelkrämpfe, Lähmungserscheinungen und Kreislaufprobleme.

Avocados als Kalium-Quelle
Avocados gehören zu den besten Quellen in Sachen Kalium

Da Kalium wie weiter oben bereits beschrieben für die Regulierung des Flüssigkeitshaushaltes, der Weiterleitung von elektrischen Impulsen an Nerven- und Muskelzellen und des Magen-Darm-Traktes verantwortlich ist, können generelle Beschwerden in diesen Bereichen auch auf eine Mangelerscheinung hindeuten.

Kaliummangel kann außerdem Folgen für die Funktion des Herzmuskels haben und so zu Herzrhythmusstörungen führen. Daher sollte bei Eintreten verschiedener Symptome der Kaliumhaushalt umgehend ausgeglichen und bei ausbleibender Besserung ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Behandlung und Ausgleich des Kaliumspiegels

Ein möglicher Mangel an Kalium kann ohne allzu viel Aufwand und in der Regel auch ohne medikamentöse Behandlung ausgeglichen werden. Betroffene Personen sollten vor allem auf eine ausgewogene Ernährung achten und bevorzugt stark kaliumhaltige Lebensmittel wie beispielsweise Vollkornprodukte, Trockenobst, Avocados, Bananen, Kartoffeln und Nüsse konsumieren.

Besonders das lange Kochen von Kartoffeln oder Hülsenfrüchten ist eine einfache Art viel Kalium aufzunehmen, da dieser Mineralstoff wasserlöslich ist und daher im Kochwasser verbleibt; das Kochwasser kann dann für Suppen beispielsweise weiter verwendet werden.

Starke Kalium-Präparate sollten ausschließlich auf ärztlicher Anweisung hin eingenommen werden, da grundsätzlich die Aufnahme aus der Nahrung ausreicht.

Weitere Informationen & hochwertige Weblinks